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Die Feuerwehr Dießen hat einen neuen Zweiten Kommandanten. Rüdiger Steffek folgt auf Josef Ender.

Turbulente Jahresversammlung bei der Feuerwehr Dießen: Mitten im Tagesordnungspunkt „Ehrungen und Beförderungen“ lösten bei den Aktiven die Piepser aus, weil es in der Rotter Straße in einem Mehrfamilienhaus eine Rauchentwicklung im Gebäude gab. Nach rund einer Stunde konnte die ansonsten harmonische Versammlung fortgesetzt werden. Höhepunkt des Abends waren die Kommandantenwahlen. Amtsinhaber Florian König wurde mehrheitlich im Amt bestätigt, zum neuen Stellvertreter wurde Rüdiger Steffek einstimmig gewählt. Er folgt auf Josef Ender, der nach zwölf Jahren nicht mehr kandidiert hatte.
Für die Dießener Brandschützer war 2018 ein äußerst arbeitsreiches, aber auch ein schönes Jahr. Bei den Einsätzen wurde ein deutlicher Anstieg (von 185 auf 216) verzeichnet. Die 150-Jahrfeier wurde mit einem großen Aktionstag in den Seeanlagen und einem Festwochenende begangen. „Auch wenn uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, haben wir einen unheimlichen Zuspruch durch die Bevölkerung erfahren. Der Festabend im Diessner Segel-Club war ein unvergesslicher Abend“, blickte Vereinsvorsitzender Anton Eberl auf das gelungene Jubiläum zurück. Er kündigte an, 2020 nach 14 Jahren nicht mehr zu kandidieren.

Die erste Amtsperiode hat Florian König hinter sich. Er wurde von den Aktiven im Amt bestätigt und geht mit neuem Stellvertreter in die nächsten sechs Jahre. Besonderheit: Rüdiger Steffek, 47, lebt im Nachbarort Raisting. Nicht nur in Dießen, sondern auch überörtlich waren die Dießener Brandschützer stark gefordert. Zum Beispiel bei einem tödlichen Unfall mit einer Zugmaschine bei Kinsau oder einem Brand im Uttinger Gemeindehaus. „Von Unwettern sind wir weitgehend verschont worden. Dafür wurden wir 33-mal vom Roten Kreuz angefordert, darunter waren 18 Wohnungsöffnungen“, so Kommandant König in seinem Bericht. 51-mal leistete man Amtshilfe für Gemeinde, Landratsamt und Ortsvereine. „Ohne eine Absicherung durch uns würde es viele Veranstaltungen in dieser Form nicht geben“, betonte er und machte auch klar, dass die eine Stelle für einen hauptamtlichen Gerätewart für die sechs Ortswehren wohl nicht ausreiche. „Ich hoffe da auf, fruchtbare Gespräche mit Verwaltung und Politik.“ Dabei verwies er auf die víelen geleisteten Stunden.
Dass sich die Feuerwehr Dießen um die Zukunft nicht sorgen muss, wurde auch deutlich: 23 Mitglieder umfasst die Jugendfeuerwehr – Tendenz steigend. Allerdings drohe dadurch Platznot, zumal auch für die Mädchen ein separater Umkleideraum erforderlich sei.

Angesichts dieser Zahlen ist Bürgermeister Herbert Kirsch „nicht bange um den Fortbestand“ der „sehr leistungsfähigen“ Feuerwehr Dießen. Er dankte den Aktiven für ihre Einsatzbereitschaft und stellte sich hinter das Wechselladerkonzept des Landkreises, der bald die nächsten Abrollbehälter in Dießen stationieren wird.
Am Ende gab es noch eine Besonderheit: Manfred Ernst wurde eine handgefertigte Urkunde für 50 Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr überreicht.

  • Einsätze: 216, davon 22 Brände, 173 Technische Hilfeleistungen, 21 Fehlalarme.
  • Stunden: 1840 bei Einsätzen, 4468 bei Ausbildung und Übungen, 6708 bei sonstigen Tätigkeiten. Gesamt: 13 016 Stunden.
  • Beförderungen: Rüdiger Steffek (Brandmeister), Rainer Eckl und Jürgen Spiegel (Löschmeister), Björn Fahs und Maximilian Schmidt (Feuerwehrmann).
  • Ehrungen: 50 Jahre: Manfred Ernst. 20 Jahre: Stefan Bukoll, Dominic Wimmer. Zehn Jahre: Jonas Funke, Niklas Seitz, Robert Reisenauer.