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Spannende Szenen wie aus einem Actionfilm gab es am Wochenende am Seeufer in Dießen zu sehen: Menschen in scheinbarer Lebensgefahr wurden aus brennenden Zimmern und verunglückten Autos gerettet. Anhand solcher Einsatzübungen demonstrierten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr eindrucksvoll ihre Schlagkraft. Der große Aktionstag zum 150-jährigen Bestehen bot zahlreiche Attraktionen, lediglich die angekündigten Hubschrauber-Vorführungen über dem Ammersee konnten nicht stattfinden – die Bundesregierung hatte für die Piloten der Bundespolizei kurzfristig eine andere Verwendung.

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Nachdem am Vormittag knapp 100 Jugendliche der Landkreiswehren ihre Leistungsprüfung abgelegt hatten, war den ganzen Tag über ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie geboten. Unter anderem gab es eine interessante Ausstellung historischer und aktueller Feuerwehrfahrzeuge, einen Hubschrauber-Simulator der Polizei, Kistenklettern für Kinder sowie Informationsstände.

Zweitgrößte Wehr im Landkreis

Am 4. Juli 1868 wurde in Dießen die Feuerwehr gegründet. Heute präsentiert sich die zweitgrößte Wehr im Landkreis und die größte am Ammersee als moderne Hilfs- und Rettungsorganisation. Retten, löschen, bergen, schützen –das sind die Herausforderungen, denen sich die fünf Dutzend Aktiven bei jedem Einsatz stellen müssen, zu jeder Tages- und Nachtzeit, oft unter Gefahr für ihre eigene Gesundheit. Die 29-jährige Vertriebsassistentin Daniela Wegele ist eine von vier Feuerwehrfrauen in Dießen und schon ihr halbes Leben lang mit dabei. „Auch mein Papa und mein Freund Stefan sind ehrenamtlich aktiv“, erzählt die Maschinistin, die auch als Atemschutz-Trägerin ausgebildet ist und einen Lkw-Führerschein besitzt. „Um Menschen in einer Notlage helfen zu können, muss man körperlich schon sehr fit ein“, sagt sie und sorgt in ihrer Freizeit beim Reit- und Hundesport für diese Fitness.

Realistische Übungen

Was die Retter im Ernstfall tatsächlich leisten müssen, demonstrierten sie bei mehreren realistisch gestalteten Übungen. In Teamarbeit wurden „Verletzte“ mithilfe des Rettungsspreizers aus einem umgestürzten Auto geborgen, aus einem verrauchten Brandcontainer der Münchner Berufsfeuerwehr holten Atemschutzträger die „Bewohner“. Damit so etwas reibungslos klappt, sind unzählige Stunden an Lehrgängen und regelmäßige Übungen notwendig.

„Darüber macht man sich kaum Gedanken, solange man nicht selbst betroffen ist“, meinte Karin Holzner, die mit ihren beiden Kindern die spannenden Vorführungen verfolgte. „Was wäre, wenn es die vielen Freiwilligen nicht mehr gäbe?“ Entlastet werden die Helfer von Dominic Wagner, der seit einem Jahr hauptamtlicher Gerätewart ist; er kümmert sich um die Prüfung und Wartung der umfangreichen Ausrüstung wie Leitern, Schläuche, Mess- und Atemschutzgeräte sowie um den kompletten Fuhrpark oder die Pflege von Bekleidung und Gerätehaus.

So geht das Jubiläum weiter

Das Jubiläum ist nach dem samstäglichen Aktionstag aber noch nicht zu Ende. Am Samstag, 28. Juli, folgt der Festabend für geladene Gäste. Nach einer Totenehrung am Friedhof in St. Johann ziehen die Abordnungen der Vereine, begleitet von der Bürgerkapelle Nals (Südtirol), zum Dießner Segel-Club.

 

Am Sonntag, 29. Juli, erfolgt dann um 9 Uhr am Feuerwehr-Gerätehaus die Aufstellung zum Kirchenzug. Der Festgottesdienst im Marienmünster mit Übergabe der Fahnenbänder an die Patenvereine beginnt um 10 Uhr.

Foto: Janis Pekarek // Text: Peter Stöbich, Landsberger Tagblatt

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